Der kleinste darstellbare Gewichtswert einer Waage, meist in Gramm oder Milligramm, wichtig für Präzisionsanwendungen und Eichrecht.
Glossar / Begriffssammlung Wägetechnik
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Elektronisches Bauteil, das analoge Signale, etwa von einer Wägesensorik, in digitale Daten umwandelt, damit diese von Software für Auswertung oder Prozesssteuerung genutzt werden können.
Das Äquivalentgewicht ist das theoretische Gewicht, das zum Erreichen einer bestimmten Reaktion oder eines bestimmten Ergebnisses erforderlich ist, und wird in Mess- und Kalibrierverfahren verwendet, um die Genauigkeit und Vergleichbarkeit von Wägeprozessen sicherzustellen.
Abkürzung für 'ATmosphères EXplosibles'. Die ATEX-Richtlinie reguliert den Einsatz von Geräten wie Waagen in explosionsgefährdeten Bereichen, wie z.B. in der Chemieindustrie oder beim Umgang mit brennbaren Stäuben, Gasen und Dämpfen.
Technische Komponente, die Wägewerte empfängt, verarbeitet, darstellt und über Schnittstellen (z.B. USB, Ethernet) an ERP- oder Logistiksysteme weiterleitet.
Eine Bandwaage wiegt kontinuierlich Schüttgüter oder Stückgüter, die auf einem laufenden Förderband transportiert werden. Sie ist essentiell für die Messung und Dosierung in Prozessen der Materialförderung und -verarbeitung.
Batch-Verwiegung bezeichnet die Verarbeitung oder Dosierung von Materialien in vorgegebenen Mengenportionen (Chargen). Dies ist wichtig zur Herstellung von Mischungen, Rezepturen oder für Qualitätskontrollen per Waage.
Eine Bauartzulassung ist die behördliche Genehmigung für Waagen, die bestimmte Anforderungen, Normen und Messgenauigkeiten erfüllen müssen. Besonders wichtig im Handel und für eichpflichtige Wägetechnik.
Eine Bodenwaage ist eine robuste Industriewaage mit großer Plattform, die direkt auf dem Boden steht und zum Wägen von Paletten, Behältern oder großen Gütern ausgelegt ist. Sie wird häufig im Wareneingang, Versand und Lager eingesetzt, um schwere Lasten schnell und präzise zu erfassen.
Das Bruttogewicht bezeichnet das Gesamtgewicht eines Wägegutes inklusive seiner Verpackung oder des Behälters. Es ist die Ausgangsbasis für die Ermittlung des Nettogewichts nach Abzug des Tara-Gewichts.
Automatische Kontrollwaage zur schnellen Gewichtskontrolle im Produktionsprozess, z. B. bei Verpackungslinien.
Spezialwaage zum Wiegen von Containern oder großen Behältern, häufig in der Logistik und im Versandwesen verwendet, um das Gesamtgewicht schnell und exakt zu erfassen.
Automatisches Erfassen und Speichern von Wiegedaten, Zeitstempeln und Benutzerinformationen, um Rückverfolgbarkeit, Audits und Prozesskontrollen zu ermöglichen.
Sensorprinzip zur Wandlung von mechanischer Last in elektrische Signale für Wägesysteme.
Amtliche Prüfung und Kennzeichnung von Waagen hinsichtlich Genauigkeit und gesetzlicher Anforderungen.
Der Eichwert (oft mit 'e' bezeichnet) ist der kleinste Teilungsschritt einer Waage, der zur Bestimmung der zulässigen Fehlergrenzen verwendet wird. Er ist eine Schlüsselgröße bei der Einteilung von Waagen in Genauigkeitsklassen und definiert die minimal messbare Gewichtseinheit bei der Eichung.
Tasten an digitalen Wägeterminals, die für spezielle Befehle wie Tarieren, Nullstellung oder Speichern des Wertes konfiguriert sind.
Die Genauigkeit einer Waage beschreibt den Grad der Übereinstimmung des angezeigten Wertes mit dem tatsächlichen Gewicht. Sie ist eine zentrale Kenngröße und stellt sicher, dass die Messergebnisse innerhalb festgelegter Toleranzen liegen. Die Genauigkeit setzt sich aus Wiederholbarkeit, Linearität und Außermittiger Belastung zusammen.
Klassifizierung von Waagen nach der Messpräzision (I = Fein-, II = Präzisions-, III = Handels-, IV = Grobwaage).
Das Gewicht ist die Kraft, die ein Körper aufgrund der Gravitation auf die Waage ausübt. In der Wägetechnik wird das Gewicht verwendet, um die Masse eines Objekts zu bestimmen. Da die Schwerebeschleunigung lokal leicht variieren kann, ist das Gewicht ein physikalisch abhängiger Wert, der jedoch üblicherweise als Maß für die Masse verwendet wird.
Die Gewichtseinheit ist die Maßeinheit, in der das Ergebnis einer Wägung angezeigt wird, z.B. Gramm (g), Kilogramm (kg), Pfund (lb), Unze (oz) oder Newton (N). Moderne Waagen können in der Regel zwischen verschiedenen Einheiten umschalten
Handelswaagen sind eichfähige Waagen, die im Handel eingesetzt werden und eine gesetzlich vorgeschriebene Genauigkeitsklasse erfüllen müssen. Sie werden verwendet, um Warenmengen für den Verkauf exakt zu bestimmen.
Die Herstellereichung bezeichnet die erste gesetzliche Eichung einer Waage durch den Hersteller vor Auslieferung oder Inbetriebnahme. Sie bestätigt die korrekte Funktionsweise und Genauigkeit der Waage.
Die Höchstlast bezeichnet das maximale Gewicht, das eine Waage sicher und genau wiegen kann. Diese Angabe ist entscheidend für die Auswahl der passenden Waage für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Der Prozess der erstmaligen technischen Einrichtung und Justierung einer Waage, inklusive Kalibrierung, Eichung und Prüfung, um eine korrekte Funktion im Betrieb sicherzustellen.
Der Begriff Industriewaage umfasst alle Wägesysteme, die für den industriellen Gebrauch bestimmt sind, wie Plattformwaagen, Palettenwaagen, Zählwaagen, Kranwaagen und Durchfahrwaagen. Sie zeichnen sich durch robuste Bauweise, hohe Tragfähigkeit und häufig durch spezielle Schutzarten (z.B. IP-Schutzklasse) aus und sind für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen optimiert.
Waagen und Wägesysteme mit integrierter Prozesssteuerung, automatischer Datenanalyse und Schnittstellen zur Einbindung in industrielle IT- und Logistiksysteme.
Anpassung einer Waage zur korrekten Anzeige von Gewichtswerten, oft als regelmäßige Wartungsmaßnahme.
Kompaktwaagen sind kleine, meist tragbare digitale Waagen, die für einfache Wägeaufgaben in Laboren, Schulen oder kleineren Betrieben verwendet werden. Sie bieten grundlegende Funktionen bei begrenztem Wägebereich.
Mit Kontrollwägung wird die Überprüfung des Gewichts eines Objektes gegen definierte obere und untere Grenzwerte bezeichnet. Wird das Gewicht außerhalb des Toleranzbereichs erkannt, löst die Waage eine Warnung oder einen Ausschuss aus, häufig eingesetzt bei Verpackungen und Abfüllprozessen.
Komponente einer Waage zur Erfassung des Gewichts des Wägeguts, meist als Wägezelle ausgeführt.
Die Linearität gibt an, wie genau eine Waage über den gesamten Wägebereich das korrekte Gewicht anzeigt. Sie beschreibt die maximale Abweichung des Messwertes vom idealen Wert und ist ein wichtiger Qualitätsparameter für präzise Wägesysteme.
Die Masse ist eine physikalische Eigenschaft der Materie und beschreibt die Menge an Materie, die ein Objekt enthält. Sie wird in Einheiten wie Gramm (g) oder Kilogramm (kg) gemessen. Im Unterschied zum Gewicht bleibt die Masse unabhängig vom Ort (Schwerkraft) konstant.
Eine Mengenwaage wird in Zählsystemen eingesetzt wird, um große Mengen von kleinen, oft identischen Teilen genau zu zählen. Sie arbeitet in Verbindung mit einer Referenzwaage. Das ermittelte Stückgewicht wird auf die Mengenwaage übertragen, die die Gesamtzahl der Teile durch Teilung des Gesamtgewichts durch das Stückgewicht berechnet. Diese Kombination aus Referenz- und Mengenwaage ermöglicht schnelle, präzise und effiziente Stückzählungen, was besonders in Produktion, Lagerhaltung und Versandprozessen von großem Vorteil ist.
Die Messgenauigkeit beschreibt, wie präzise eine Waage das tatsächliche Gewicht eines Objekts misst, unter Berücksichtigung von Wiederholbarkeit, Linearität und anderer Störeinflüsse.
Die Metrologie ist die Wissenschaft vom Messen, die Grundlagen, Methoden und Normen der Gewichtsmessung und Wägetechnik definiert.
Die Nacheichung ist die periodische Wiederholung der Eichung zur Sicherstellung der Messgenauigkeit im Zeitverlauf, vorgeschrieben für Waagen im Handel und kontrollpflichtigen Bereichen.
Die Nennlast bezeichnet die maximale Last, für die eine Waage ausgelegt und kalibriert ist. Sie ist entscheidend für Auswahl und Einsatzgebiet der Waage.
Das Nettogewicht bezeichnet das Gewicht des zu wiegenden Objektes ohne das Gewicht des Behälters oder der Verpackung (Tara). Es ist die netto reine Masse des Produktes und wird durch Abzug des Taragewichts vom Bruttogewicht ermittelt.
Eine Nichtselbsttätige Waage erfordert manuellen Eingriff durch den Bediener zur Wägung (z.B. Durchlegen von Gewicht oder Auslösen des Wiegevorgangs) im Gegensatz zu Selbsttätigen Waagen mit automatischer Wägung.
Rücksetzung der Waage auf den Grundwert ohne Last, Basis für jede korrekte Gewichtsermittlung.
Eine Öffentliche Waage ist allgemein zugänglich und wird häufig von Dienstleistern betrieben, z.B. für das Wiegen von Fahrzeugen oder Anhängern, wo das Gewicht für Abrechnungen wichtig ist.
Internationale Organisation für gesetzliches Messwesen, die Normen für Waagen und Messgeräte entwickelt.
Eine Packwaage dient zur schnellen und genauen Bestimmung des Gewichts von verpackten Produkten, häufig in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zur Einhaltung von Gewichtsstandards.
Eine Palettenwaage ist speziell für das Wägen von Paletten mit darauf befindlichen Gütern vorgesehen. Sie ist robust konstruiert und oft als Boden- oder Plattformwaage ausgeführt, häufig genutzt im Lager und Versand.
Waage mit einer großzügigen Wägeplattform für das gleichmäßige Erfassen von großen oder schweren Gütern.
Prüfgewichte sind Gewichte mit genau bekannter Masse, die zur Justierung und Kalibrierung von Waagen verwendet werden. Sie genügen bestimmten Normen und sind unverzichtbar für die Sicherstellung der Messgenauigkeit.
Prozesse und Methoden zur Überprüfung und Gewährleistung der Wiegegenauigkeit und Zuverlässigkeit.
Die Querstabilität beschreibt die Fähigkeit einer Waage, bei Belastung quer zur Hauptbelastungsrichtung stabile und genaue Messergebnisse zu liefern. Sie ist wichtig für die Praxis, da Wägegüter oft nicht exakt zentriert auf der Wiegefläche liegen.
Die Quittierung ist die Bestätigung eines Wägevorgangs oder einer Eingabe durch den Bediener, oft durch Drücken einer Taste oder halbautomatisch nach Ruhelage, um den Messwert zu speichern oder weiterzuverarbeiten.
Hochpräzise Waage zur exakten Bestimmung von Einzelstücken, als Basis für Zählwaagen und Mengenermittlung.
Rückverfolgbarkeit bezeichnet die Möglichkeit, Wäge- und Produktionsdaten lückenlos zu dokumentieren und zurückzuverfolgen. Dies ist wichtig für Qualitätssicherung, Audits und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Die Rundung ist eine Funktion, die Wägeergebnisse auf bestimmte Stellen nach dem Komma oder Gewichtseinheiten auf- oder abrundet, um eine bessere Handhabung und Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
Verbindungspunkt zur Datenübertragung (USB, Ethernet, WLAN, Profibus etc.) in modernen Wägesystemen.
Die Schutzklasse, klassifiziert durch den IP-Code, beschreibt den Schutzgrad eines Waagengehäuses gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Eine hohe Schutzart ist wichtig für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen wie der Industrie oder Lebensmittelverarbeitung.
Eine Selbsttätige Waage führt den Wiegevorgang automatisch ohne manuelle Eingriffe durch. Sie wird häufig in Förderbandwaagen oder Kontrollwägen eingesetzt und ermöglicht eine schnelle, zuverlässige Gewichtserfassung in automatisierten Prozessen.
Die Stückzählfunktion ermöglicht es, mittels Gewichtsmessung die Anzahl von Einheiten eines gleichen Objekts zu ermitteln, was besonders in Lagerhaltung und Produktion genutzt wird.
Abzug des Behältergewichts zur Ermittlung des Nettogewichts des eigentlichen Wägeguts.
Das Taragewicht bezeichnet das Gewicht von verwendeten Behältern oder Verpackungen, die beim Wägen vom Bruttogewicht abgezogen werden, um das Nettogewicht zu ermitteln.
Eine Tischwaage ist eine kleinere Waage mit flacher Wiegefläche, die auf Tischen oder Werkbänken verwendet wird. Sie ist für präzises Wiegen kleiner bis mittlerer Lasten konzipiert
Die Totlast bezeichnet die Last, welche auf der Waage auch ohne Wägegut liegt (z.B. Eigengewicht von Wägekommunikationsteilen). Sie muss bei der Messung berücksichtigt oder ausgeglichen werden.
Mechanismus in Waagen zur Vermeidung von Schäden bei Überschreitung der maximalen Tragfähigkeit.
Die Unterlastanzeige signalisiert, wenn das Gewicht auf der Waage unterhalb eines definierten Mindestwertes liegt, was für Prozesskontrolle und Sicherheit von Bedeutung ist.
Die Verarbeitungseinheit ist ein integraler Bestandteil moderner Wägesysteme, der die ankommenden Signalwerte von Wägezellen digital verarbeitet, filtert und für die Anzeige oder Weiterverarbeitung aufbereitet.
Eine Wägezelle ist das Herzstück einer elektronischen Waage, das mechanische Belastungen in elektrische Signale umwandelt. Typische Typen sind Dehnungsmessstreifen-Wägezellen, die hohe Präzision und Stabilität ermöglichen.
Der Wägebereich definiert den Bereich zwischen der Mindest- und Höchstlast, innerhalb dessen eine Waage genau und zuverlässig misst. Die Einhaltung des Wägebereichs ist wichtig für die Messgenauigkeit und den Schutz der Waage.
Eine Wägezelle ist das Herzstück einer elektronischen Waage, das mechanische Belastungen in elektrische Signale umwandelt. Typische Typen sind Dehnungsmessstreifen-Wägezellen, die hohe Präzision und Stabilität ermöglichen.
Die Wägung bezeichnet den Vorgang des Messens der Masse eines Gegenstandes mittels Waage. Sie kann statisch oder dynamisch erfolgen und ist die Grundfunktion aller Waagen.
Yield Management beschreibt Prozesse und Methoden zur Optimierung der Ausbeute und Effizienz in Produktions- und Logistikprozessen, indem Wäge- und Mengendaten zur Steuerung der Materialflüsse genutzt werden. Dabei steht die Maximierung der Wertschöpfung bei minimalem Verlust im Fokus.
Die Zählgenauigkeit beschreibt die Präzision, mit der eine Zählwaage die tatsächliche Stückzahl ermitteln kann. Sie hängt von der Waage, dem Referenzstückgewicht und der Homogenität der gezählten Objekte ab.
Waage zur automatisierten Ermittlung von Stückzahlen anhand des Gewichts und eines Referenzwertes.
